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Die Elterninitiative kann die mangelhafte fachärztliche Versorgung mittlerweile nicht nur durch subjektive Patientengeschichten, sondern auch durch objektivierbare Fakten belegen. Im Herbst 2015 konnten wir eine Vergleichsstudie anstellen, in der die ärztliche Versorgung der Region Kleve mit der Region Düsseldorf verglichen wurde. In einer Telefonumfrage der Elterninitiative wurden Arzttermine in drei Fachgruppen im Kreis Kleve als ländlicher Region und der Stadt Düsseldorf als Großstadtbereich erfragt. Der Vergleich der Wartezeiten ergab eine deutlich schlechtere Versorgung der Region Kleve im Vergleich zu Düsseldorf. In Kleve boten 70 % der Praxen gar keine Termine mehr an (Aufnahmestopp), während in Düsseldorf nahezu alle Praxen innerhalb von vier Wochen einen Termin vergaben.
Verwunderlich ist dies nicht, denn wenn man die Verhältniszahlen betrachtet, dann sollen die Kinderärzte aus Kleve 60% mehr Bewohner versorgen, als die Düsseldorfer Kinderärzte. Im Rahmen der Bedarfsplanung werden, auf Grund der falschen Berechnungsgrundlage, beide Regionen als überversorgt bewertet.

Wir möchten Öffentlichkeitsarbeit leisten und über die Missstände in Kleve und Umgebung informieren. Dafür arbeiten wir mit der Presse zusammen und hoffen auf möglichst große (politische) Unterstützung!

Was sind die Ziele der Elterninitiative?

  • Eine Änderung der Verhältniszahlen! Diese müssen die tatsächliche Versorgungssituation beschreiben.
  • Eine kleinräumige Bedarfsplanung für Kinderärzte! Anfahrtswege von 40 km sind nicht hinnehmbar und diskriminieren sozial schwache Familien.